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UDDI - Universal Description,
Discovery and Integration

Was ist UDDI?

UDDI ist ein Protokoll, welches das leichte Auffinden einer bestimmten Online-Anwendung (Web-Service) und dem dazu gehörenden Unternehmen im Internet unterstützen soll.

UDDI definiert die Art und Weise, wie Firmen sich selbst, ihre Produkte und Dienstleistungen beschreiben können. Diese Beschreibungen enthalten Informationen über Produkte und Dienstleistungen, die speziell über das Internet verfügbar sind.

Zu diesem Zweck hat man ein Datenbanksystem entworfen, das wie ein Branchenbuch funktionieren soll, in denen solche Informationen gespeichert und abrufbar sind. Derzeit gibt es drei solcher Datenbanksysteme, die jeweils von Ariba, IBM und Microsoft unterhalten werden.

Die Informationen, die in solch einer Datenbank gespeichert werden, lassen sich in drei Kategorien einteilen: "White Pages" enthalten Kontaktinformationen, "Yellow Pages" speichern typische Informationen, wie man wie in den Gelben Seiten der Telekom findet, und schließlich die "Green Pages" warten mit technischen Informationen über angebotene Services auf. Zu beachten ist hierbei, dass nicht nur Firmendaten gespeichert werden, sondern insbesondere auch die Informationen zu den Diensten, wie sie von Web-basierten Applikationen und Software-Komponenten bereitgestellt werden.

Eines der Hauptziele von UDDI ist die Erstellung einer globalen Handelsplattform (äquivalent zu EDI).

Entstehung/Entwicklung/Versionierung

UDDI wurde von IBM, Microsoft und Ariba entwickelt. Zahlreiche, weltweit namhafte Firmen, haben sich dieser technologischen Initiative angeschlossen. Dazu gehören American Express, Dell, Sun, SAP, Compaq, Hewlett Packard und Intel.

Version 1.0

Version 2.0

Kosten

Registrierung und Benutzung des UDDI sind kostenfrei. Die Betreiber der Verzeichnisse Ariba, IBM und Microsoft versprechen auch für die Zukunft die kostenfreie Registration.

Aufbau

1. Stütze: HTTP

UDDI kann mit jedem gängigen Internet-Protokoll verwendet werden, wobei HTTP bei Internet-Applikationen natürlich im Vordergrund steht.

2. Stütze: XML

E-Commerce und Business-to-Business im Besonderen verlangen heute nach einer standardisierten Kommunikation. Für solche Aufgaben hat sich XML etabliert.

3. Stütze: SOAP

Das Simple Open Access Protocol (SOAP), das ebenfalls auf XML basiert, erlaubt es über Remote Procedure Calls (RPC), Anwendungen oder Module über das Internet anzusprechen und auszuführen.

Welche Bedeutung UDDI letztendlich haben soll, verdeutlicht folgende Darstellung von Web-Services in Form eines Schichtenmodells. UDDI ist das bislang am weitesten entwickelte Protokoll für die Definition und Beschreibung von Web-Diensten.

Universal Service Interop Protocols (noch nicht definiert)

Universal Description, Discovery and Integration (UDDI)

Simple Open Access Protocol (SOAP)

Extensible Markup Language (XML)

Gängige Internet-Protokolle (TCP/IP, HTTP)

Grundstruktur

Die UDDI-XML-Schemata beschreiben drei Kerninformationen über registrierte Dienste: Business-Informationen (white Pages), Service-Informationen (yellow Pages) und Binding-Informationen (green Pages):

White Pages (Business-Informationen)

Wird definiert im BusinessEntity-Element und beinhaltet folgende Informationen:

Firmenname

Beschreibung

Kontaktinfos

Liste von Bezugspersonen

Yellow Pages (Service-Informationen)

Wird definiert im BusinessService-Element und beinhaltet folgende Informationen:

Industriezweig

Produkte und Services

Geografische Ansiedlung

Green Pages (Binding-Informationen)

Wird definiert im BindingTemplate-Element und beinhaltet folgende Informationen:

Beschreibung der Geschäftsprozesse und Serviceleistungen.

Beschreibung der elektronischen Plattform und Dienste die in der Firma und in Verbindung mit anderen Firmen genutzt werden.

Specifikationen

Die Specs sind zu umfangreich, um hier detailliert auf sie einzugehen. Die jeweils aktuellsten APIs findet man bei http://uddi.xml.org/.